Als Schwester Lucia von Fatima noch die echte Schwester Lucia war (bis 1957) und nicht die Ersatzschwester (ab 1967), sagte sie neben vielem anderen, der Himmel gewähre in unseren schwierigen Zeiten dem Rosenkranz eine ganz besondere Macht, alle Probleme zu lösen. Dies ergibt durchaus einen Sinn. Gott ist der gute Hirte, und Er lässt seine Schafe nicht im Stich, ausser wenn sie im Stich gelassen werden wollen (so ein berühmter Ausspruch, den St. Augustinus vor vielen Jahrhunderten tat). Hier ein Beispiel, das erst kürzlich im Posteingang dieser «Kommentare» eintraf. («Nicht uns, oh Herr, bring zu Ehren, nicht uns, sondern deinen Namen»).
Mein Name lautet… Schon bald nach dem Abschluss der Hochschule empfand ich wachsenden Unmut über jene in der lutheranischen
Kirche, die mir, so hiess es wenigstens, stets den rechten Weg weisen würde. Dass ich von dort keinen brauchbaren Rat bekam, hatte zur Folge, dass ich mich völlig vom Glauben abwandte. Dann hörte ich auf dem «Caribbean Rhythms podcast» ein Interview mit dem Verfasser der «Eleison-Kommentare». Schon bald sah und hörte ich mir alles an, was ich im Internet von ihm fand. Zutiefst beeindruckt von seinen Belehrungen, seiner leidenschaftlichen Verteidigung des Glaubens sowie seinen Analysen dessen, was auf der Welt abläuft, kaufte ich mir einen Rosenkranz.
Ich wusste nicht, wie man einen Rosenkranz betet, und hatte ehrlich gesagt überhaupt nur einen einzigen solchen in einem Film oder einer Fernsehsendung gesehen. Seitdem ich diesen Rosenkranz erworben habe, bete ich ihn jeden Tag. Mindestens fünf Mysterien täglich. Die Resultate meines Gebets waren wunderbar. Mein Leben und das Leben jener, für die ich betete, ist in jeder Hinsicht besser geworden. Und dies nach nur drei Monaten leidenschaftlichen Gebets. Ich bin dankbar und werde für immer dankbar dafür sein, dass man mich auf den Rosenkranz aufmerksam gemacht hat.
Zum ersten Mal in zwanzig Jahren fühle ich, dass ich ein festes Glaubensfundament habe, das mich leitet. Zurzeit helfe ich meinem Vater, bei dem vor sechs Monaten Prostatakrebs im vierten Stadium diagnostiziert wurde. Heute haben wir entdeckt, dass sein Körper beinahe krebsfrei ist, nach einer einzigen Runde Chemotherapie. Ich spüre, dass dies einzig und allein dank dem Wirken Unserer Lieben Frau möglich ist. Ich kann das nicht beweisen, weiss jedoch, dass es stimmt. Danke, dass der Rosenkranz mir eine Basis des Glaubens gegeben hat, der mir einen Neubeginn ermöglicht hat.
Aus diesem erbaulichen Zeugnis kann man mehrere Lehren ziehen.
Zuallererst wirkt die Macht Unserer Lieben Frau ganz besonders durch den Rosenkranz. Würde der Himmel sagen, von nun an werde uns seine Gnade zuteil, wenn wir uns auf unseren Händen fortbewegten, müssten wir alle auf unseren Händen um unser Haus herum gehen. Wenn Unsere Liebe Frau, wie 1973 in Akita, sagt, angesichts der drohenden Katastrophen müssten wir alle den Rosenkranz beten, für den Papst, die Bischöfe und die Priester, mögen wir dies begreifen oder auch nicht, doch wir sollten genau das tun. Ich mag eine Abneigung gegen den Rosenkranz empfinden, aber ich sollte tun, was die Jungfrau befiehlt.
Zweitens wirkt die Gnade Gottes immer noch, sogar durch das von Schmutz und Schund verseuchte Internet. Er hat nicht abgedankt. Er ist immer noch gut zu denen, die Ihn suchen (Psalm IX, 11). Selbst wenn eine Seele den Eindruck hat, dass sie in der Sünde ertrinkt, im modernen Leben erstickt, und wenn sie daran verzweifelt, nah oder fern noch irgendwelche Reste geistiger Gesundheit zu finden, möge sie dennoch nie daran zweifeln, dass sie Gott finden kann, wenn sie Ihn sucht. Sie greife einfach zu einem Rosenkranz und schaue, was er bewirken kann.
Und drittens: Wenn irgendjemand für Gott, für die Familie, für sein Land, für die geistige Gesundheit und gegen die entfesselten Kräfte des Bösen kämpfen will, möge er die Politik, das akademische Leben, die Wirtschaft und all die anderen Varianten des Kasperletheaters vergessen, das man uns vorführt, um uns an der Nase herumzuführen, all die leeren Hülsen, denen nur noch wenig oder überhaupt keine Substanz mehr innewohnt, und stattdessen ein Rosenkranzgebet nach dem anderen zu Unserer Lieben Frau beten, und er wird in vorderster Front des grossen Krieges stehen, der heute um nichts weniger als das Überleben der Menschheit geführt wird. Er möge den Rosenkranz versuchen und sehen, was er bringt! Und er möge sich das Datum des 27. bis 30. Oktober für den nächsten «Rosenkranzsturm» in Walsingham vormerken.
Kyrie eleison.
Die Politik dient heute fast nur noch der Macht des Bösen –
Der Liebe Gott kann uns allein von dieser Macht erlösen!
ELEISON-KOMMENTARE (4. VI 2002): RERUM NOVARUM – I
Hat Karl Marx nicht einmal gesagt, der Kommunismus lasse sich in einem einzigen, einfachen Satz als «Die Abschaffung des Privateigentums» zusammenfassen? Und hat ein Superglobalist, Klaus Schwab, nicht kürzlich allen Menschen der Welt in Aussicht gestellt, unter dem Globalismus würden sie «nichts besitzen, aber völlig glücklich sein»? Und bedeutet das nicht, dass der Globalismus im Wesentlichen ein permanenter Kommunismus sein wird? Warum aber dieser Abscheu vor dem Privateigentum? Weil diese gottlosen Seelen jeder menschlichen Gesellschaft ein Ende bereiten wollen, die immer noch einen gewissen Glauben an, oder Respekt vor, dem Gott der Zehn Gebote hat: Siebtens, du sollst nicht stehlen; Zehntens, du sollst nicht einmal danach begehren, zu stehlen . Zwei der zehn Gebote begründen das Prinzip des Privatbesitzes unter den Menschen. Der moderne Krieg gegen das Privateigentum ist neben anderem der Krieg des modernen Menschen gegen Gott.
Indem sie die Sache des Allmächtigen Gottes verficht, verteidigt die katholische Kirche das Privateigentum gegen alle Sozialisten, Kommunisten, Globalisten und andere Feinde der menschlichen Gesellschaft, die es zu zerstören trachten. Ein namhafter Verteidiger des Privatbesitzes war Papst Leo XIII. (1878.1903), der sich in seiner berühmten Enyzklika Rerum Novarum anno 1891 hierzu geäussert hat. Da die gottlosen Globalisten in der unmittelbaren Gegenwart damit drohen, jede Form einer menschlichen Gesellschaft mit ihrem «Reset» umzustürzen, wollen wir nun einen Blick auf die Argumente werfen, mit denen jener Papst den Grundsatz des Privateigentums verteidigt hat.
Das Privateigentum, sagt er (RN 8) ist ein natürliches Recht des Menschen; es abzuschaffen ist ungerecht und schadet sowohl den Arbeitern als auch den Arbeitgebern, sowohl den Staaten als auch den Regierungen. Der Grund hierfür liegt darin, dass der Mensch unter allen anderen irdischen Kreaturen das einzige rationale Geschöpf ist. So müssen zwar alle Geschöpfe ernährt werden, doch während Gottes Vorsehung Gewähr dafür bietet, dass die Tiere mit Nahrung versorgt werden, schenkt er den Menschen einen Verstand, dank dem sie über ihre eigene Zukunft nachdenken können. Dies heisst, dass, während das Tier die Dinge lediglich nutzen wird, der Mensch sie nicht nur nutzen, sondern auch in seinen Besitz nehmen wird. Doch die Erde allein kann ihn mit seinen künftigen ständigen Bedürfnissen versorgen. Deshalb liegt es in der Natur des Menschen, die Erde in seinen Besitz zu nehmen, oder anders gesagt, er hat ein natürliches Recht auf Besitz.
Dem Einwand, der Staat könne für alle ihm unterstehenden Menschen sorgen, hält Leo XIII. (RN 13) ein anderes fundamentales Prinzip entgegen, nämlich dass das Individuum vor dem Staat existiert (denn damit ein Staat existieren kann, müssen sich bereits vorhandene Individuen zusammentun). Und den Einwand, Gott gebe die Erde der Menschheit insgesamt, in anderen Worten, er gebe die ganze Erde der ganzen Menschheit (RN 14), kontert Leo XIII wie folgt: Zwar trifft es zu, dass Gott die Erde den Menschen schenkt, damit sie einem jeden dient und von einem jeden besessen werden kann, doch nichtsdestoweniger muss jeder besondere Teil davon jemandem gehören. Ansonsten wird endloser Streit zwischen den Menschen herrschen, mit dem Ergebnis, dass der Staat – wie Klaus Schwab sehr gut versteht – eingreifen muss, um die oberste Kontrolle auszuüben.
Hierzu kommt (RN 15), dass ein Mensch eindeutig stärker motiviert ist, wenn er auf seinem eigenen Grund arbeitet und der Schweiss seines Angesichts diesen tränkt und in ihn eindringt; ihn des Rechts darauf zu berauben, bedeutet folglich, ihm die Motivation, darauf zu arbeiten, zu nehmen und ihn um die Früchte seiner Arbeit zu bringen. Der Mensch empfindet eine natürliche Bindung an sein Land. Der Sozialismus und der Globalismus entwurzeln ihn beide, um ihn besser kontrollieren zu können.
Das Naturrecht des Einzelnen auf Eigentum wird ferner durch seine natürlichen Familienverpflichtungen verstärkt (RN 18). So wie die Vaterschaft ein Naturrecht ist, welches das Individuum zum Oberhaupt einer Familie macht, liegt es in der Natur der Dinge, dass die Gründung einer Familie das Recht auf Besitz erweitert, beispielsweise um die ganze Familie in ihrer gegenwärtigen Konstellation zu ernähren oder als Vermächtnis an die Kinder für deren Zukunft. Der Staat kann oder sollte (ausser bei Familien, die unter besonderer Not leiden) diese Aufgabe nicht übernehmen, weil Kinder nur über eine Familie in eine Gesellschaft oder einen Staat hineinwachsen und die bereits bestehende Familie daher Rechte und Pflichten hat, die älter sind als diejenigen des Staates.
Der klarsichtige Papst folgert (RN 22), dass der Sozialismus die Gesellschaft mit Unruhen, Neid, Armut, allgemeiner Degradation und Versklavung verheeren wird. Nächste Woche werden wir uns jedoch der Frage zuwenden, was der Staat laut Papst Leo tun muss.
Kyrie eleison.
Wer nach Macht giert, will den Menschen den Sozialismus aufzwingen.
Drum will der Globalist, dass es uns fehle an allen Dingen.